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Ladyboys und die Einwanderungsbehörde

Normalerweise braucht man ja überhaupt keinen Pass. Höchstens an der Grenze und bei der Einwanerungsbehörde muss man ihn mal vorzeigen. Nachdem ich ja nicht im Besitz eines thailändischen Passes bin, halte ich mich auf letztgenannter Behörde im Jahr immer mal einige Zeit im Jahr auf.
Was dort dann folgt, ist zwar immer etwas kompliziert aber doch irgendwie lustig. Denn in meinem Pass steht ja etwas anderes als die Bilder darin zeigen und auch die Person, die da vor dem Grenzbeamten steht , passt irgendwie nicht zum Geschlechtseintrag.
Auch die Referenzbriefe weisen auf eine weibliche Person hin (die, die die Briefe damals ausgestellt hatten, hatten das auch nicht durchschaut). Nicht selten kommt ein Beamter dann zu dem Schluss, dass der Geschlechtseintrag ein Druckfehler sein müsse.
Gerade eben komme ich von der thailändischen Botschaft wieder, um einen Visumsantrag zu stellen und auch dort wollte der Angestellte hinter dem Schalter meinem Pass nicht trauen. Aber die Thais sind ja in dieser Beziehung sehr freundlich und selbst, wenn sie mal ganz direkt nachfragen, ist das nicht böse gemeint.
Nur bei den Visa nehme ich das überhaupt so genau. Ansonsten lasse ich die Leute in dem Glauben mit dem Druckfehler. Warum auch nicht?
Vor einem Jahr bin ich mit meiner Freundin Opal nach Europa gereist und natürlich brauchte sie auch ein Visum dafür. Auf der Botschaft erklärte mir dann der Herr am Schalter, dass meine Mitreisende laut Pass nicht als Frau gelte. „Ich ja auch nicht“. Erwiderte ich. Das Visum hat Opal bekommen.
Manchmal glaube ich, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn es eine kleine Diskrepanz im Pass gibt. Dann sind die Grenzbeamten immer so verwirrt, dass sie völlig vergessen einem anderweitig das Leben schwer zu machen.

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Victoria gibt es hier auf dem Phettisaam Ladyboy Blog

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