Thailändische Katoey im Vergleich mit westlichen Transsexuellen
Ich hatte jetzt schon einige Diskussionen über die Unterschiede zwischen thailändischen Katoey und westlichen Transsexuellen oder Shemales (oder wie auch immer man sie nennen mag. Zuerst habe ich immer gedacht, wir wären alle das Gleiche, weil Victoria so aussieht und sich verhält wie die anderen thailändischen „Frauen der zweiten Art“. Aber nach einer Weile erzählte sie mir dann von den Unterschieden, die sie im Laufe der Zeit, die sie im Westen verbracht hat, festgestellt hat und wir begannen die Situation hier in Thailand und dort zu vergleichen. Hier ist das Ergebnis:
Ich glaube das offensichtlichste ist die Bezeichnung für uns. Das Wort Katoey hat so viele verschiedene Bedeutungen und Facetten. Darüber habe ich auch schon früher einen eigenen Beitrag geschrieben. Aber Transsexuell zu sein ist eine ganz eindeutige Sache: eine echte Frau, die als Mann geboren wurde.
Dann gibt`s da die Sache mit dem Verhalten.
Katoeys in Thailand benehmen sich oft übertrieben feminin und laut und manchmal auch obszön und sehr bunt.
In westlichen Zivilisationen ist diese Art von Verhalten ja eher den Transvestiten und Drag Queens vorbehalten. Transsexuelle versuchen dagegen ihr Leben wirklich als Frauen zu leben und in besonders intoleranten Gesellschaften, wie etwa den USA verraten sie auch nach der abgeschlossenen Umwandlung keinem von ihrem früheren Leben.
Dann gibt es da den Punkt der sexuellen Vorlieben.
Eine thailändische Katoey identifiziert sich als Katoey vor allem, weil sie auf Jungs steht und, dass Ladyboys auf Mädels stehen würden kommt in Thailand fast gar nicht vor. Victoria hat mir aber gesagt, dass das im Westen ganz anders ist. Viele der Transsexuellen dort haben vor ihrer Umwandlung weibliche Partner gehabt und versuchen nicht selten diese auch während und nach ihrer Umwandlung zu behalten. Auch ohne, dass sie eine Freundin oder Ehefrau haben, stehen viele Transsexuell dort auf Frauen.
Dann gibt es auch noch einen Unterschied in welchem Alter Katoey beziehungsweise Transsexuelle ihre Umwandlung beginnen.
Weil die Ladyboys in Thailand so offen in ihrer Gesellschaft leben können, beginnen viele von ihnen damit schon ganz früh. Sie treffen vielleicht die „Nachbarstochter“, die Katoey ist und merken, dass sie viel eher wie sie sind und können sich schnell ihre weiblichen Gefühle erklären.
Im Westen ist das nicht der Fall. Natürlich haben die Transsexuellen dort auch schon ganz früh das gefühl im Herzen eigentlich eine Frau zu sein, aber wegen der Ignoranz und Intoleranz der Gesellschaften, in denen sie leben und weil sie niemanden haben, der sie an die Hand nimmt und in ihr neues Leben führt, beginnen sie mit ihrer Umwandlung erst sehr spät. Oft in den 30ern, 40ern oder sogar 50ern. Dieser Schritt erfordert dann natürlich um so mehr Mut, vor dem ich großen Respekt habe. Natürlich gibt es auch jüngere Transsexuelle in den westlichen Ländern, aber die sind eher selten und haben natürlich auch Probleme Transgender zu sein, denn Kinder können ja noch viel grausamer als Erwachsene sein. Das ist aber die Gruppe zu der Victoria zählt, weil sie schon seit ihrer frühen Kindheit eigentlich ein Mädchen ist.
Dann ist da noch die Sache mit der Schönheit.
Die Gewinner der Ladyboy-Schönheitswettbewerbe in Thailand sind meisten nicht über 20 und diejenigen, die älter sind, haben kaum eine Chance zu gewinnen. Das hängt natürlich auch mit dem wesentlich jüngeren Altersdurchschnitt in Thailand zusammen, der das Verhältnis zu Alter und Schönheit ganz deutlich prägt.
Im Westen ist das dagegen fast genau umgekehrt. Die meisten Transsexuellen, auch die, die schon relativ früh anfangen, brauchen einfach mehr Zeit um sich zu entwickeln. Wenn sie jung sind, sind sie vielleicht süß, aber die wahre Schönheit kommt erst nach ein paar Jahren. Das beste Beispiel dafür ist sicherlich die Gewinnerin des wichtigsten Transgender Preises „Miss International Queen“ im Jahr 2006. Die war nämlich eine 36-jährige Mexikanerin.
Aber auch wenn es Unterschiede zwischen uns gibt, haben wir doch mehr gemeinsam als die „normalen“ Leute. Katoey oder Transsexuell zu sein, bedeutet auch, dass man sehr leicht Brücken zu anderen Kulturen aufbauen kann. Brücken, die „normale“ Menschen nicht haben.
Technorati: unterschied katoey transsexuell Kultur transgender kathoey shemale victoria Vergleich
Ich glaube das offensichtlichste ist die Bezeichnung für uns. Das Wort Katoey hat so viele verschiedene Bedeutungen und Facetten. Darüber habe ich auch schon früher einen eigenen Beitrag geschrieben. Aber Transsexuell zu sein ist eine ganz eindeutige Sache: eine echte Frau, die als Mann geboren wurde.
Dann gibt`s da die Sache mit dem Verhalten.
Katoeys in Thailand benehmen sich oft übertrieben feminin und laut und manchmal auch obszön und sehr bunt.
In westlichen Zivilisationen ist diese Art von Verhalten ja eher den Transvestiten und Drag Queens vorbehalten. Transsexuelle versuchen dagegen ihr Leben wirklich als Frauen zu leben und in besonders intoleranten Gesellschaften, wie etwa den USA verraten sie auch nach der abgeschlossenen Umwandlung keinem von ihrem früheren Leben.
Dann gibt es da den Punkt der sexuellen Vorlieben.
Eine thailändische Katoey identifiziert sich als Katoey vor allem, weil sie auf Jungs steht und, dass Ladyboys auf Mädels stehen würden kommt in Thailand fast gar nicht vor. Victoria hat mir aber gesagt, dass das im Westen ganz anders ist. Viele der Transsexuellen dort haben vor ihrer Umwandlung weibliche Partner gehabt und versuchen nicht selten diese auch während und nach ihrer Umwandlung zu behalten. Auch ohne, dass sie eine Freundin oder Ehefrau haben, stehen viele Transsexuell dort auf Frauen.
Dann gibt es auch noch einen Unterschied in welchem Alter Katoey beziehungsweise Transsexuelle ihre Umwandlung beginnen.
Weil die Ladyboys in Thailand so offen in ihrer Gesellschaft leben können, beginnen viele von ihnen damit schon ganz früh. Sie treffen vielleicht die „Nachbarstochter“, die Katoey ist und merken, dass sie viel eher wie sie sind und können sich schnell ihre weiblichen Gefühle erklären.
Im Westen ist das nicht der Fall. Natürlich haben die Transsexuellen dort auch schon ganz früh das gefühl im Herzen eigentlich eine Frau zu sein, aber wegen der Ignoranz und Intoleranz der Gesellschaften, in denen sie leben und weil sie niemanden haben, der sie an die Hand nimmt und in ihr neues Leben führt, beginnen sie mit ihrer Umwandlung erst sehr spät. Oft in den 30ern, 40ern oder sogar 50ern. Dieser Schritt erfordert dann natürlich um so mehr Mut, vor dem ich großen Respekt habe. Natürlich gibt es auch jüngere Transsexuelle in den westlichen Ländern, aber die sind eher selten und haben natürlich auch Probleme Transgender zu sein, denn Kinder können ja noch viel grausamer als Erwachsene sein. Das ist aber die Gruppe zu der Victoria zählt, weil sie schon seit ihrer frühen Kindheit eigentlich ein Mädchen ist.
Dann ist da noch die Sache mit der Schönheit.
Die Gewinner der Ladyboy-Schönheitswettbewerbe in Thailand sind meisten nicht über 20 und diejenigen, die älter sind, haben kaum eine Chance zu gewinnen. Das hängt natürlich auch mit dem wesentlich jüngeren Altersdurchschnitt in Thailand zusammen, der das Verhältnis zu Alter und Schönheit ganz deutlich prägt.
Im Westen ist das dagegen fast genau umgekehrt. Die meisten Transsexuellen, auch die, die schon relativ früh anfangen, brauchen einfach mehr Zeit um sich zu entwickeln. Wenn sie jung sind, sind sie vielleicht süß, aber die wahre Schönheit kommt erst nach ein paar Jahren. Das beste Beispiel dafür ist sicherlich die Gewinnerin des wichtigsten Transgender Preises „Miss International Queen“ im Jahr 2006. Die war nämlich eine 36-jährige Mexikanerin.
Aber auch wenn es Unterschiede zwischen uns gibt, haben wir doch mehr gemeinsam als die „normalen“ Leute. Katoey oder Transsexuell zu sein, bedeutet auch, dass man sehr leicht Brücken zu anderen Kulturen aufbauen kann. Brücken, die „normale“ Menschen nicht haben.
Technorati: unterschied katoey transsexuell Kultur transgender kathoey shemale victoria Vergleich
dorkmai - 10. Jul, 00:26



