Per Post beleidigt
In Thailand ist es egal, ob man die Geschlechtsangleichende Operation schon hatte. Niemand interessiert, wie lange man schon als Frau lebt. Man könnte ein sehr feminines Top-Modell sein and seit seiner Teenagerzeit als Frau leben und alle nur denkbaren Operationen hinter sich haben – trotzdem ware man in seinem thailändischen Pass immer noch „männlich“. Und das bedeutet, dass auch alle meine Dokumente immer noch als „männlich“ ausgestellt werden.
Jeden Monat bekomme ich deswegen meine Strom- und Telefonrechnung an einen „Mr.” geschickt.
Kann man sich natürlich gut vorstellen, wie sehr mich das ankotzt.
Deswegen nutze ich auch jedes mal die Chance, wenn ich die Formulare selbst ausfüllen kann und schreibe dann ganz deutlich „Miss“ vor meinen Namen. Aber oft muss oder kann man auch nur eine Kopie seiner I.D.-Karte für einen Vertrag einschicken und weil ja auf den tahiländischen I.D.-Karten unveränderbar „männlich“ steht, wird der Vertrag automatisch auf einen „Mr.“ ausgestellt und das steht dann auch auf jeder Rechnung und jedem Dokument, das man ab da zugeschickt bekommt.
Das ist jedes Mal wieder eine Erniedrigung. Das letzte mal habe ich sogar neben jemanden gestanden, der meinen Namen für mich in ein halboffizielles Buch eintragen musste, dass aber nicht SO offiziell war, als das man nicht auch den Titel wenigstens hätte weglassen können. Ich deutete extra noch auf den Titel vor dem weiblichen Namen, den er zuvor eingetragen hatte –„nangsao“ (Miss).
Aber das ignorierte er und ich sagte auch deutlich, dass ich das verletztend finde.
Vor einiger Zeit habe ich in der Presse gelesen, dass hier in Thailand jemand vorgschlagen hat, uns Ladyboys fortan als „Miss“ zu titulieren. Das wäre ja ganz großartig gewesen, weil das bedeutet hätte, dass wir wirklich in der Gesellschaft akzeptiert werden und nicht nur die hübschen Puppen sein dürfen, die in Thailands Kabarett-Show auf der Bühne stehen oder die albernen Charaktere in den Fernsehsendungen.
Überstezt aus dem Englischen. Das Original von Nong Duu gibt es wie immer hier auf dem Phet Ti Saam Ladyboy-Blog
Technorati: ladyboy katoey katoy thai Thailand Bangkok recht gesetzt alltag miss anrede
Jeden Monat bekomme ich deswegen meine Strom- und Telefonrechnung an einen „Mr.” geschickt.
Kann man sich natürlich gut vorstellen, wie sehr mich das ankotzt.
Deswegen nutze ich auch jedes mal die Chance, wenn ich die Formulare selbst ausfüllen kann und schreibe dann ganz deutlich „Miss“ vor meinen Namen. Aber oft muss oder kann man auch nur eine Kopie seiner I.D.-Karte für einen Vertrag einschicken und weil ja auf den tahiländischen I.D.-Karten unveränderbar „männlich“ steht, wird der Vertrag automatisch auf einen „Mr.“ ausgestellt und das steht dann auch auf jeder Rechnung und jedem Dokument, das man ab da zugeschickt bekommt.
Das ist jedes Mal wieder eine Erniedrigung. Das letzte mal habe ich sogar neben jemanden gestanden, der meinen Namen für mich in ein halboffizielles Buch eintragen musste, dass aber nicht SO offiziell war, als das man nicht auch den Titel wenigstens hätte weglassen können. Ich deutete extra noch auf den Titel vor dem weiblichen Namen, den er zuvor eingetragen hatte –„nangsao“ (Miss).
Aber das ignorierte er und ich sagte auch deutlich, dass ich das verletztend finde.
Vor einiger Zeit habe ich in der Presse gelesen, dass hier in Thailand jemand vorgschlagen hat, uns Ladyboys fortan als „Miss“ zu titulieren. Das wäre ja ganz großartig gewesen, weil das bedeutet hätte, dass wir wirklich in der Gesellschaft akzeptiert werden und nicht nur die hübschen Puppen sein dürfen, die in Thailands Kabarett-Show auf der Bühne stehen oder die albernen Charaktere in den Fernsehsendungen.
Überstezt aus dem Englischen. Das Original von Nong Duu gibt es wie immer hier auf dem Phet Ti Saam Ladyboy-Blog
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dorkmai - 11. Nov, 12:33



