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Freitag, 11. September 2009

Warum gibt es in Thailand so viele Ladyboys? Antwort Nummer 3

Jeden Monat kriegen wir ein paar E-Mails von unseren Lesern, in denen immer wieder dieselbe Frage auftaucht: „Warum gibt es in Thailand so viele Ladyboys?“
Im Internet lassen sich zu dieser Frage jede Menge Antworten finden, von denen die meisten aber völliger Unsinn sind. Etwa: „Die haben dort irgendwas im Wasser, dass sie zu Ladyboys werden lässt.“
Dabei ist die Antwort recht simple. Im Grunde gibt es sogar drei gründe für das „Ladyboy-Phänomen“.
In den folgenden tagen werden wir hier alle Gründe veröffentlichen. Heute gibt es den dritten Grund.

Traditionelle Gründe

In Thailand ist besonders auf dem Land das Brauchtum noch stark verwurzelt. Kaum eine Woche vergeht, in der keine religiöse Zeremonie, Hochzeit, Mönchwerdung oder Trauerfeier stattfindet.
Und bei vielen dieser Anlässe spielen die Transgender im Dorf eine wichtige Rolle.
Während die meisten der Ladyboys in den Touristenmetropolen wie Phuket oder Pattaya in der Gastronomie, in Cabaretshows oder dem Rotlichtgewerbe beschäftigt sind, gehen sie in Bangkok noch den ursprünglicheren Tätigkeiten nach. Keine Fimproduktion, bei der keine Ladyboys als Kosmetikerinnen, Kostümdesignerinnen, Choreographinnen beschäftigt sind. Die Tomboys, also der weibliche Gegenpart der Ladyboys, arbeiten dagegen oft als Regieassistenten oder bei der Filmcrew mit.



Opal bei einem Schönheitswettbewerb

In den Dörfern zeigt sich das noch deutlicher. Hochzeiten werden fast vollständig von den Ladyboys organisiert. Die Braut wird von Ladyboys geschminkt, bekommt ihr Kleid von ihnen angezogen, wird mit ihrem Bräutigam zusammen von Ladyboys fotografiert. Ladyboys kochen das Essen, machen den Blumenschmuck (hierbei hat sich Victoria neulich ordentlich in den Finger geschnitten) und singen und tanzen während der Feier auf der Bühne.



Opal trägt während eines Umzuges den Gong

Bei religiösen Festen sind die Ladyboys immer mit am meisten von allen involviert, schmücken die Festwagen und organisieren die obligatorischen Schönheitswettbewerbe.
Ladyboys und ihre Talente sind somit ein bedeutender Bestandteil im dörflichen Leben und in Thailand und entsprechend werden sie und ihre Arbeit geschätzt.



Opal beim organisieren eines Festes

Überstezt aus dem Englischen das Original gibt es wie immer auf dem Phet Ti Saam Ladyboy-Blog

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