Solidarität unter Ladyboys
Gerade komme ich von der Arbeit und als ich das Apartmentgebäude betrete, in dem ich wohne, sehe ich eine ander Person weit vor mir in den Aufzug gehen. Als ich am Aufzug ankam, stand die Tür noch immer offen, weil sie von der Person, die Ladyboy ist wie ich, offen gehalten wurde.
Natürlich ist das keine großartige Solidarität in der genauen bedeutung dieses Wortes aber trotzdem ein kleiner Gefallen. Und diese Art kleine Gefallen finde ich sehr oft unter Ladyboys zu Gelegenheiten bei denen andere Leute sich nicht darum kümmern würden. Mal die Toilettentür in einer Disko von außen zuhalten, wenn das Türschloss kaputt ist und mal auf die Tasche aufpassen.
Ich freue mich jedes Mal über diese kleinen Gefälligkeiten und bemühe mich, anderen Schwestern zu helfen, so oft ich kann. Und dabei rede ich nicht von engen Freundinnen, sondern von eigentlich Fremden, die trotzdem zufällig wie ich vom Dritten geschlecht sind.
Natürlich gibt es auch andere, die bei jeder Gelegenheit versuchen, der anderen eins auszuwischen, aber die sind sicher in der Minderheit.
Immer, wenn ich freunde treffen, die eine Ladyboy-Freundin als Anhang mit dabei haben, fühle ich gleich eine Art der Verbundenheit mit ihr, obwohl wir uns vielleicht vorher noch nie getroffen haben. Das kommt vermutlich daher, dass wir wissen, dass niemand besser unser Leben und unsere Gefühle versteht als wir untereinander.
Das führt allerdings manchmal dazu, dass wir uns nur noch mit unseresgleichen umgeben und uns von den anderen „normalen“ Menschen absondern. Das dürfen wir natürlich nicht tun, denn wir sind schließlich auch normal und ebenfalls Teil der Gesellschaft. Wenn wir auf einmal anfangen, zwischen „uns“ und „denen“ zu unterscheiden rangieren wir uns damit selbst in ein Position, in der wir als Minderheit wohl eher im Nachteil sind.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich das trotzdem genauso gemacht habe, als ich noch jünger war. Wahrscheinlich gerade weil ich jung war und die Solidarität der anderen Ladyboys mir ein Gefühl der Sicherheit vermittelt hat.
Jetzt mache ich das nicht mehr so. Im Grunde sind eigentlich alle meine Freunde keine Ladyboys. I werde trotzdem akzeptiert und fühle mich als ganz normales Mitglied in unserem Freundeskreis und genauso sicher und angenommen wie vorher mit den anderen Ladyboys.
Nur ab und zu vermisse ich es doch mal wieder mit welchen von meinem Schlag rumzuhängen und mich mehr als Ladyboy zu verhalten und zu reden. Aber das ist schon OK so wie es ist und manchmal muss man sich das auch selber gestatten.
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Natürlich ist das keine großartige Solidarität in der genauen bedeutung dieses Wortes aber trotzdem ein kleiner Gefallen. Und diese Art kleine Gefallen finde ich sehr oft unter Ladyboys zu Gelegenheiten bei denen andere Leute sich nicht darum kümmern würden. Mal die Toilettentür in einer Disko von außen zuhalten, wenn das Türschloss kaputt ist und mal auf die Tasche aufpassen.
Ich freue mich jedes Mal über diese kleinen Gefälligkeiten und bemühe mich, anderen Schwestern zu helfen, so oft ich kann. Und dabei rede ich nicht von engen Freundinnen, sondern von eigentlich Fremden, die trotzdem zufällig wie ich vom Dritten geschlecht sind.
Natürlich gibt es auch andere, die bei jeder Gelegenheit versuchen, der anderen eins auszuwischen, aber die sind sicher in der Minderheit.
Immer, wenn ich freunde treffen, die eine Ladyboy-Freundin als Anhang mit dabei haben, fühle ich gleich eine Art der Verbundenheit mit ihr, obwohl wir uns vielleicht vorher noch nie getroffen haben. Das kommt vermutlich daher, dass wir wissen, dass niemand besser unser Leben und unsere Gefühle versteht als wir untereinander.
Das führt allerdings manchmal dazu, dass wir uns nur noch mit unseresgleichen umgeben und uns von den anderen „normalen“ Menschen absondern. Das dürfen wir natürlich nicht tun, denn wir sind schließlich auch normal und ebenfalls Teil der Gesellschaft. Wenn wir auf einmal anfangen, zwischen „uns“ und „denen“ zu unterscheiden rangieren wir uns damit selbst in ein Position, in der wir als Minderheit wohl eher im Nachteil sind.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich das trotzdem genauso gemacht habe, als ich noch jünger war. Wahrscheinlich gerade weil ich jung war und die Solidarität der anderen Ladyboys mir ein Gefühl der Sicherheit vermittelt hat.
Jetzt mache ich das nicht mehr so. Im Grunde sind eigentlich alle meine Freunde keine Ladyboys. I werde trotzdem akzeptiert und fühle mich als ganz normales Mitglied in unserem Freundeskreis und genauso sicher und angenommen wie vorher mit den anderen Ladyboys.
Nur ab und zu vermisse ich es doch mal wieder mit welchen von meinem Schlag rumzuhängen und mich mehr als Ladyboy zu verhalten und zu reden. Aber das ist schon OK so wie es ist und manchmal muss man sich das auch selber gestatten.
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dorkmai - 17. Aug, 11:01


