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Alltag

Solidarität unter Ladyboys

Gerade komme ich von der Arbeit und als ich das Apartmentgebäude betrete, in dem ich wohne, sehe ich eine ander Person weit vor mir in den Aufzug gehen. Als ich am Aufzug ankam, stand die Tür noch immer offen, weil sie von der Person, die Ladyboy ist wie ich, offen gehalten wurde.
Natürlich ist das keine großartige Solidarität in der genauen bedeutung dieses Wortes aber trotzdem ein kleiner Gefallen. Und diese Art kleine Gefallen finde ich sehr oft unter Ladyboys zu Gelegenheiten bei denen andere Leute sich nicht darum kümmern würden. Mal die Toilettentür in einer Disko von außen zuhalten, wenn das Türschloss kaputt ist und mal auf die Tasche aufpassen.
Ich freue mich jedes Mal über diese kleinen Gefälligkeiten und bemühe mich, anderen Schwestern zu helfen, so oft ich kann. Und dabei rede ich nicht von engen Freundinnen, sondern von eigentlich Fremden, die trotzdem zufällig wie ich vom Dritten geschlecht sind.
Natürlich gibt es auch andere, die bei jeder Gelegenheit versuchen, der anderen eins auszuwischen, aber die sind sicher in der Minderheit.
Immer, wenn ich freunde treffen, die eine Ladyboy-Freundin als Anhang mit dabei haben, fühle ich gleich eine Art der Verbundenheit mit ihr, obwohl wir uns vielleicht vorher noch nie getroffen haben. Das kommt vermutlich daher, dass wir wissen, dass niemand besser unser Leben und unsere Gefühle versteht als wir untereinander.
Das führt allerdings manchmal dazu, dass wir uns nur noch mit unseresgleichen umgeben und uns von den anderen „normalen“ Menschen absondern. Das dürfen wir natürlich nicht tun, denn wir sind schließlich auch normal und ebenfalls Teil der Gesellschaft. Wenn wir auf einmal anfangen, zwischen „uns“ und „denen“ zu unterscheiden rangieren wir uns damit selbst in ein Position, in der wir als Minderheit wohl eher im Nachteil sind.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich das trotzdem genauso gemacht habe, als ich noch jünger war. Wahrscheinlich gerade weil ich jung war und die Solidarität der anderen Ladyboys mir ein Gefühl der Sicherheit vermittelt hat.
Jetzt mache ich das nicht mehr so. Im Grunde sind eigentlich alle meine Freunde keine Ladyboys. I werde trotzdem akzeptiert und fühle mich als ganz normales Mitglied in unserem Freundeskreis und genauso sicher und angenommen wie vorher mit den anderen Ladyboys.
Nur ab und zu vermisse ich es doch mal wieder mit welchen von meinem Schlag rumzuhängen und mich mehr als Ladyboy zu verhalten und zu reden. Aber das ist schon OK so wie es ist und manchmal muss man sich das auch selber gestatten.

Technorati:

Ladyboys und Drogen

Mindestens einmal in der Woche kann man in der Zeitung lesen, dass in Pattaya wieder eine Transsexuelle wegen Drogenbestitzes verhaftet wurde.
Das wirft natürlich kein gutes Licht auf die thailändischen Ladyboys und lässt es so scheinen, als würden Ladyboys und Drogen unweigerlich zusammen gehören. Das ist natürlich mitnichten so. Die anderen Transsexuellen, die ich kenne nehmen keine Drogen und rauchen nicht einmal. Natürlich kenne ich aber auch welche, bei denen es nicht so ist.
Allerdings hab ich da wenig Zugang dazu, weil ich das unheimlich finde. Außerdem wird Drogenbesitz in Thailand hart bestraft, weswegen man solchen Umgang lieber meiden sollte.

Aber warum tauchen Ladyboys in der Presse immer wieder im Zusammenhang mit Drogen auf? Zuallererst einmal ist es am Beispiel Pattaya wohl der Fall, dass da wo viel los ist, einfach auch mehr passiert. Entsprechend höher ist die Zahl der beteiligten Katoeys.
Ein anderer entscheidender Grund dürfte sein, dass sich viele Ladyboys gegen Geld verkaufen. Und das Umfeld der Prostitution ist nun einmal ein günstiger Nährboden für Kriminalität, Gewalt und Drogenmissbrauch.
Die Armut und die Selbstzweifel tragen zudem dazu bei, dass viele Katoeys dem tristen, scheinbar ausweglosen Alltag in den Rausch entfliehen wollen.
Bislang war die bekannteste und weitverbreiteste Droge das Amphetamin, dass auf Thai „Yaa Ba“, die „Verrückte Medizin“ genannt wird. In den letzten Jahren hat aber auch „Yaa Ice“ Einzug in Thailand gehalten. Ein Teufelszeug, denn dabei handelt es sich um Crystal Meth, einer Droge, die in den USA das ohnehin schon schlimme Crack abgelöst hat und die noch verheerendere Folgen für die Konsumenten hat.
„Ice“ macht so schnell süchtig wie kaum ein anderes Suchtmittel. Die Schäden am Organismus zeigen sich noch viel früher als bei anderen harten Drogen. Der Körper verfällt rapide.
Hier in Thailand gibt es im Grunde keine Anlaufstellen für Betroffene. Aus eigener Kraft aufzuhören ist eigentlich unmöglich.

Trotzdem muss festgehalten werden, dass das Problem eher das Umfeld ist als die Person. Die Ladyboys im Armen Nordosten Thailands, dem Isaan, sind auch arm und rauchen trotzdem kein „Yaa Ice“. Die Gemeinschaft dort akzeptiert sie und sie leben in einem festen sozialen Gefüge, in dem keiner mit seinen Problemen so allein ist, wie die Mädels auf den Straßen in den Touristenmetropolen.

Technorati:

Ladyboys und die Einwanderungsbehörde

Normalerweise braucht man ja überhaupt keinen Pass. Höchstens an der Grenze und bei der Einwanerungsbehörde muss man ihn mal vorzeigen. Nachdem ich ja nicht im Besitz eines thailändischen Passes bin, halte ich mich auf letztgenannter Behörde im Jahr immer mal einige Zeit im Jahr auf.
Was dort dann folgt, ist zwar immer etwas kompliziert aber doch irgendwie lustig. Denn in meinem Pass steht ja etwas anderes als die Bilder darin zeigen und auch die Person, die da vor dem Grenzbeamten steht , passt irgendwie nicht zum Geschlechtseintrag.
Auch die Referenzbriefe weisen auf eine weibliche Person hin (die, die die Briefe damals ausgestellt hatten, hatten das auch nicht durchschaut). Nicht selten kommt ein Beamter dann zu dem Schluss, dass der Geschlechtseintrag ein Druckfehler sein müsse.
Gerade eben komme ich von der thailändischen Botschaft wieder, um einen Visumsantrag zu stellen und auch dort wollte der Angestellte hinter dem Schalter meinem Pass nicht trauen. Aber die Thais sind ja in dieser Beziehung sehr freundlich und selbst, wenn sie mal ganz direkt nachfragen, ist das nicht böse gemeint.
Nur bei den Visa nehme ich das überhaupt so genau. Ansonsten lasse ich die Leute in dem Glauben mit dem Druckfehler. Warum auch nicht?
Vor einem Jahr bin ich mit meiner Freundin Opal nach Europa gereist und natürlich brauchte sie auch ein Visum dafür. Auf der Botschaft erklärte mir dann der Herr am Schalter, dass meine Mitreisende laut Pass nicht als Frau gelte. „Ich ja auch nicht“. Erwiderte ich. Das Visum hat Opal bekommen.
Manchmal glaube ich, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn es eine kleine Diskrepanz im Pass gibt. Dann sind die Grenzbeamten immer so verwirrt, dass sie völlig vergessen einem anderweitig das Leben schwer zu machen.

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Victoria gibt es hier auf dem Phettisaam Ladyboy Blog

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Lesbische Ladyboys?

Eine nette Anekdote von Victoria von einer Begebenheit, die jetzt schon über ein Jahr her ist:

Ich war auf die Insel Ko Chang im Golf von Thailand gefahren, um dort ein paar Freunde zu treffen. Aber an dem Abend, an dem ich ankam, wrde mir gesagt, dass meine Freunde noch auf dem Festland weilten und erst in den nächsten Tagen auf die Insel kommen würen. Weil mir nichts anderes einfiel, wie ich besser meine Zeit vertreiben könnte, setzte ich mich an einer der Bars an der Straße, die die ganze Westküste von Ko Chang entlangläuft. Hinter der Bar arbeitete auch ein Ladyboy, weswegen ich auch sofort ein Gespräch auf Thai mit ihr begann, so locker und jovial, wie wir halt untereinander miteinander reden.
Ich bestellte ein Bier und fragte sie, wann ihre Schicht denn zu Ende wäre und ob wir danach nicht noch ein bisschen Party machen wollten, weil ich sonst nix zu tun hätte. Seltsamerweise reagierte sie aber ganz zurückhaltend auf meine Plauderei und lehnte es ab noch ein bisschen feiern zu gehen.
Irgendwie war das komisch, weil ich es sonst noch nie erlebt habe, das ein Ladyboy nicht sofort mit mir anfängt zu plaudern und rumzualbern.
So trank ich mein Bier aus und ging in eine andere Bar.
Am Tag darauf kamen meine anderen Freunde enlich an und am Abend gingen wir zu einer Party am Lonely Beach. Auch das schweigsame Girl vom Vorabend wr hier mit dabei, aber diesmal verhielt sie sich so locker, wie alle anderen Leute auch. Wir tanzten , lachten, tranken und plauderten in unserer Ladyboy-Sprache.
Erst später erzählte mir eine Freundin, warum sie bei unserem ersten Treffen so reserviert gewesen war. Sie hatte nämlich gedacht, dass ich ein lesbisches Mädchen sei und sie anmachen wollte, weil sie mich nicht als Ladyboy erkannt hatte. Dann dämmerte es auch mir, dass ich an dem Abend einfach nur meine Haare unter eine Baseballkappe gesteckt und noch immer die gleichen Klamotten und das Make-Up von der Anreise aus Bangkok getragen hatte.
Ich weiß bis heute nicht, ob ich das als Kompliment nehmen soll oer nicht. Es ist natürlich gut, dass selbst eine „Schwester“ nicht erkennen kann, dass ich eine Transsexuelle bin und mich für eine Frau hält, aber irgendwie ist das auch schon wieder komisch wenn sie glaubt, dass ich lesbisch sei.
Deswegen nehme ich diese Begebenheit als das hin, was sie ist – als Anekdote.

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Victoria findet ihr auf dem Phet Ti Saam-Ladyboy Blog.

Technorati:

Verraten sich Ladyboys durch ihre Schönheit?

Es ist schon seltsam: Ladyboys ziehen immer die Blicke auf sich auch, wenn sie von „echten“ Mädels nicht zu unterscheiden sind. Aber warum sind wir denn solche Hinkucker?

Es gibt drei mögliche Gründe:

1.Man sieht sofort, dass wir Ladyboys sind. Das ist sicher bei mir und mei8nen Freundinnen nicht der Fall und selbst bei anderen Freundinnen, die nicht so perfekt aussehen, kucken die Leute die Leute nur kurz hin, nehmen es zur kenntnis und kucken dann wieder weg. Das ist also sicher nicht der ausschlaggebende Punkt.

2.Wir ziehen uns sexy an. Mir geht es oft so, dass ich mich manchmal ein bisschen zu sexy anziehe und deswegen die Blicke auf mich ziehe. Das Problem, haben die meisten Ladyboys und es liegt wohl leider in unserer Natur, immer ein bisschen mehr Brust und Bein zu zeigen. Und weil man so halt zum Objekt des Interesses auf der Straße wird, beginnen die Leute zu denken, was denn wohl an mir anders ist und kommen dann drauf, dass ich wohl eine Transsexuelle sein könnte. Aber im Grunde wissen es die Leute einfach, dass die jemand der tagsüber im Minirock rumläuft irgendwie anders ist. Ich ertappe mich ja selber dabei: Wenn ich ein Mädel sehe, dass tagsüber zu knapp angezogen ist, kommt mir automatisch der Gedanke, dass sie Ladyboy sein könnte.

3.Wir sehen einfach zu gut aus. Es liegt ganz offenbar in unserer Natur, immer gepflegt zu sein. Die Haare sind immer perfekt, die Kleidung immer stimmig und das Make-Up ohnhin makelos. Wenn ich dann aber durch das Touristenviertel Khao San in Bangkok laufe und mir die ganzen Travellermädels im schlabberigen Urlaubslook ankucke, die Haare ungekämmt und ungeschminkt, dann ist es klar, dass ich als nett zurechtgemachte Ausländerin die Blicke auf mich ziehe. Für die Thais in diesem Viertel ist es dann klar. Die anderen Ausländer haben aber trotzdem keine Ahnung und kucken mir hinterher, weil sie mich sexy finden.

Auch nicht schlecht.

Technorati:

Ladyboy Zentren in Bangkok

Irgendwie ist es komisch. Ich habe in den vergangenen Jahren in vielen verschiedenen Stadtvierteln Bangkoks gewohnt und es scheint, dass es in manchen Teilen der Metropole mehr Transsexuell gibt als in anderen. Um das Victory Monument herum gibt es auf jeden Fall viele. Manchmal ist es gar nicht so einfach uns zu erkennen, aber wir sind auf jeden Fall da. Mir war das selbst damals eigentlich gar nicht so bewusst. Ich dachte ich wäre eigentlich allein auf weiter Flur. Aber am Abend von Loi Kratong, dem romantischen Lichterfest Ende November, ist die Nacht, in der sich alle Transgender herausputzen mit allem was sie haben und in wunderschönen Abendkleidern durch die Stadt schweben. Das war herrlich anzusehen, denn in allen Gassen waren hübsche Engel mit langen Kleidern und perfektem Make-Up unterwegs.
Später bin ich dann in einen Außenbezirk von Bangkok ins Viertel Suanluang gezogen. In dem ganzen Jahr, das ich dort gewohnt habe, habe ich keine einzige Transsexuelle zu Gesicht bekommen. Da war ich wirklich alleine, was aber weder Vorteil noch ein Nachteil war. Es war nur ungewöhnlich, weil ich es vom Victory Monument eigentlich gewohnt war alle zehn Minuten auf eine andere Transsexuelle zu stoßen.
Jetzt wohne ich nahe an der Khao San Road, der berüchtigten Backpacker.Meile. Hier brauche ich nur bis zehn zu zählen und sehe einen Ladyboy. Und wir kennen uns ja hier alle. Das heißt, dass ich jede Minute eine Freundin treffe und mich kurz mit ihr unterhalte. Selbst in meiner Wohnanlage wohnen mindestens zwei andere Ladyboy-Teenager und noch ein paar jüngere, die aber auch in diese Richtung gehen.

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Nong Duu gibt es hier

Technorati:

Wo kommt nur dieser Hass her?

Letzten Samstag habe ich eine erschütternde Szene erleben müssen: Wie ich schon in einem früheren Post geschrieben habe, bin ich seit Neuestem Mitglied beim freiwilligen Rettungsdienst in Bangkok. Wir wurden in die berühmte Khao San Road gerufen und fanden dort eine junge Katoey bewusstlos am Boden liegend vor. Sie war offensichtlich Opfer des Alkohols geworden, wurde aber liebevoll von ihrer Ladyboy-Freundin umsorgt. Ich kenne beide und wir sind eigentlich gute Freunde. Es gab nicht viel, das wir für sie tun konnten, als zu warten bis der Alkohol langsam wieder aus dem Blut verschwinden würde. Sie trinkt sonst nie Alkohol und ein paar Schlücke Saeng Som-Whiskey waren offenbar genug gewesen um sie ins Reich der Träume zu schicken. Wir kühlten ihr ein wenig die Stirn mit einem klaten Tuch. Wie ich in dem früheren Post schon mal erwähnt habe, kümmert sich hier bei unserem Rettungsdienst niemand darum, ob jemand Mann, Frau oder Ladyboy ist. Es kümmerten sich alle sehr rührend um die junge Dame, die sich doch sehr furchtbar fühlen musste, so hilflos am Boden zu liegen. (Ich habe am nächsten Tag über eine Stunde mit ihr telefoniert und ihr ging es wirklich miserabel).
Dann kam plötzlich ein Typ auf mich zu, dem Akzent nach ein Engländer, blickte auf die junge Katoey am Boden herab und fragte mich:“Geht`s ihm gut?“ Ich antwortete, dass es „ihr“ schlecht ginge, wir uns aber um sie kümmern würden. Er fragte noch mal ob es „ihm“ gut ginge, wobei er das Wort „ihm“ noch mehr betonte. Er fragte immer und immer wieder, bis es mir langte. Er mag sich wohl besonders schlau vorgekommen sein, dass er erkannt hat, dass sie ein Ladyboy ist, aber so respektlos, wie er auf sie heruntersah und sich über sie lustig machte, ließ mir keine andere Wahl als ihm zu sagen, dass er sich verpissen soll und nannte ihn ein Arschloch. Ich bin sonst sehr höflich, aber niemand darf sich so erniedrigend gegenüber jemand verhalten, der hilflos am Boden liegt – egal ob Ladyboy, Junge oder Mädchen.
Als ich mich dann aber wieder umdrehte, sah ich, dass wohl nicht alle auf der Welt so ignorant sind, denn meine Freunde vom Rettungsdienst erfrischten unsere Patientin mit einem kühlen Tuch und massierten sie um sie schnell wieder fit zu machen.

Technorati:

Ladyboy Massage

Der Titel hört sich natürlich etwas sehr sexy und vielleicht auch ein wenig anrüchig an, aber genau darum geht es in diesem Post: Massagen von Ladyboys.
In der letzten Zeit gehe ich wieder besonders oft ins Fitnessstudio, um meinen Körper für die kommende Saison der Schönheitswettbewerbe in Form zu bringen. Und wenn ich schon mal da bin, dann powere ich mich auch richtig aus. So sehr, dass ich manchmal am nächsten Tag kaum laufen kann.
Deswegen habe ich mich entschlossen einen Massagesalon aufzusuchen und mir eine richtige traditionelle Thai-Fußmassage verpassen zu lassen. Diese Art der Dienstleistung ist in Thailand sehr günstig und besonders in dem Stadtteil in dem ich wohne gibt es viele dieser Salons, weswegen die Preise niedrig sind. Eine Stunde Massage kostet nur 100 Baht (weniger als 2 Euro). Und eine Fußmassage beinhaltet nicht nur eine Massage der Füße, sonder auch der Beine, der Arme, des Rückens und sogar des Nackens wenn man will. Natürlich hat diese ganze Angelegenheit rein gar nichts mit Sex zu tun, obwohl viele Leser wahrscheinlich so denken, wenn sie den Begriff „Thai-Massage“ lesen.
In der Regel werden männliche Kunden von Frauen massiert und Frauen von Männern. Ladboys werden natürlich auch von Männern massiert.
Wenn ich also in den Massagesalon gehe, dann wird mir ein Mann zugeteilt. Meiner Meinung nach sind die aber manchmal ganz schön rau und ihre Hände manchmal zu kräftig, obwohl ich weiß, dass eine gute Massage, die bei meinen Muskeln auch etwas bewirken soll, ab und zu auch mal etwas weh tun muss.
Das nächste Mal bat ich also von einer Frau massiert zu werden. Aber das fühlte sich irgendwie unangenehm an und kitzelte.
Eines Tages entdeckte ich dann mal eine Ladyboy-Masseuse und fragte ob ich nicht von ihr massiert werden könne - und das war genau das richtige, denn Ladyboys haben nun mal das Beste aus beiden Welten: Zarte Hände die sich angenehm anfühlen, die aber auch gut und kräftig massieren können, wenn es notwendig ist.
Außerdem fühlt es sich nicht unangenehm an, wenn sie einen da berührt, wo Ladyboys sich unwohl fühlen wenn Männer oder Frauen in diese Region kommen, weil sie sich halt selber damit auskennt.
Seitdem ich das herausgefunden habe, bin ich richtig süchtig nach diesen Massagen und mittlerweile gehe ich nicht mehr zur Massage, weil ich vorher im Fitnessstudio war, sondern gehe ins Fitnessstudio, damit ich nachher die Massage genießen kann.
Es ist ja wohl nichts Schlimmes daran, sich auch mal was zu können, oder?

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Nong Duu gibt`s wie immer auf dem Phet Ti Saam-Ladyboy Blog

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Integration von Ladyboys in der thailändischen Gesellschaft

Ab und zu bin ich immer mal wieder erstaunt, wie weit die Integration von Thailands Ladybyos in der Gesellschaft, den Institutionen und Organisationen doch gehen kann. Seit letztem Monat bin ich dem freiwilligen Rettungsdienst beigetreten und war zunächst etwas skeptisch, wie mich der Rest des teams wohl aufnehmen würde. In westlichen Ländern sind die Rettungsdienste udn die Feuerwehr nach dem Militär wohl die konservativsten Institutionen.
In Thailand ist das fast das genaue Gegenteil.
DIch muss allerdings zugeben, dass die Mitglieder der Rettungsstaffel zunächst nicht gemerkt haben, dass ich eine Transsexuelle bin. Ich glaube die waren einfach happy, ein ausländisches Mädel in ihren Reihen zu haben, das Englisch sprechen kann und ihnen bei der Versorgung von ausländischen Patienten zur Hand geht.
Später haben sie es dann aber doch gemerkt – weil ich wollte, dass sie es merken. Ich kann aber garnicht genau sagen WANN sie es genau gemerkt haben, weil ich zu keener Zeit einen Wechsel ihres Verhaltens festgestellt habe. Ich wusste aber, dass ich es irgendwann sagen musste, weil ich wegen des rettungsdienstausweises ja meinen Pass vorzeigen musste und der hat ja ein “M” beim Geschlechtseintrag.
Seit dem habe ich viel Zeit mit dem Team verbracht und niemals irgendein ungewöhnliches Verhalten mir gegenüber festgestellt. Sie behandeln mich genau so, wie sie auch alle anderen Mädels in der Gruppe behandeln. Mich behandeln sie vielleicht noch etwas zuvorkommender (was ich sehr nett finde).
Sie haben auch einer anderen Ladyboy-Freundin angeboten bei ihnen mitzumachen. Das bedeutet also, dass ich nicht etwa die Ausnahme bin, sondern, dass sie alle Leute bei sich willkommen heißen.
Ich muss dazu noch erwähnen, dass die Gepflogenheiten im Team überdurchschnittlich höflich sind. Ich glaube deshalb, dass es gar nicht so wichtig war, was ich und meine Freundin sind, sondern, dass wir schon gleich zu Anfang in besonders höflicher Art und Weise gehandelt und geredet haben. Das ist in Thailand nämlich einer der wichtigsten Grundsätze überhaupt.
Für mich bedeutet das also, dass es keine Vorbehalte gegenüber Ladyboys in thailändischen Organisationen dieser Art zu geben scheint. Es kommt whol wirklich einfach darauf an, was für eine Art Mensch man ist und wie man mit seiner Umwelt umgeht, als darauf, was man im Einzelnen genau ist.
Natürlich gibt e simmer ncoh viele (zu viele) Jobs und Positionen in der thailändischen Gesellschaft, die Katoey verschlossen sind, nur weil sie Katoey sind.
Das ist natürlich sehr schade, aber meine jüngsten Erfahrungen stimmen mich doch ein wenig zuversichtlich, dass sich die Dinge und die Menschen ändern können.

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Victoria gibt’s hier auf dem Phet Ti Saam-Ladyboy Blog

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Männer, die Ladyboys lieben sind heterosexuell

Es gibt ein riesengroßes Missverständnis über die Sexualität von Männern, die Ladyboys lieben. Die meisten Leute mit eher begrenzten Kenntnissen der Situation glauben, jemand der auf Ladyboys steht sei schwul.
Das ist falsch.
Man wird wohl kaum jemanden finden, der auf feminine Katoey steht und sich aber als schwul bezeichnen würde. Die meisten Männer, die uns lieben, hatten niemals etwas mit einem Mann gehabt und würden sich niemals als schwul bezeichnen.
Schwule Männer können Ladyboys gar nicht leiben, weil sie ja auf Männer stehen. Wir sind aber Mädchen. Ein Freund von mir, der schwul ist, hat mir gerade erst letzte Woche gesagt, dass er nie was mit mir anfangen könnte, weil ich halt ein Ladyboy bin.
Als er aber ein Bild von mir gesehen hat, auf dem ich jünger und noch jungenhafter bin, sagte er, so würde er sich eher zu mir hingezogen fühlen.
Meine beste Freundin, die auch Katoey ist, hatte vor Jahren mal einen Freund gehabt, der aber eigentlich schwul war. Deswegen bat er sie sich ihre Haare kurz zu schneiden und sich mehr wie ein Kerl zu benehmen.
Sie tat es sogar, weil sie ihn liebte, aber natürlich konnte sie so niemals glücklich werden. Sie trennten sich.
Für mich ist das der beste Beweis, dass Männer, die Katoey, Transsexuelle, Shemales oder wie auch immer man uns bezeichnen will genauso heterosexuell sind, wie Männer die auf „richtige“ Mädels stehen.
Viele Männer werden aber trotzdem wegen ihrer Partnerwahl diskriminiert. Das finde ich sehr traurig, weil überhaupt nichts Schlimmes daran ist. Es macht es nur sowohl für Ladyboys als auch für Männer schwieriger sich kennenzulernen und glücklich miteinander zu werden.
Ich hoffe das ändert sich irgendwann.
Ich habe aber auch schon von ausländischen Männern gehört, die sich keineswegs dafür schämen, dass sie Ladyboys lieben. Stattdessen sind sie sogar stolz darauf, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen die wahre Liebe gefunden haben.
Man kann sich natürlich leicht vorstellen, wie schwer es als Ladyboy ist jemanden zu finden, der einen wirklich liebt.
Aber die Zeiten ändern sich hoffentlich.

Übersetzt aus dem Englischen. Das Original von Opal gibts hier auf dem Phet Ti Saam Ladyboy-Blog.

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